
Mobile Akademie an der Gesamtschule Wuppertal-Vohwinkel
Gleich zu Anfang stellten wir fest, dass das Interesse an einer Schülerzeitung in Vohwinkel sehr groß war: Der Raum war voller als erwartet, sodass es nicht genug Stühle für alle gab. Die betreuende Lehrerin sorgte für Ordnung und dafür, dass nur die angemeldeten Schüler teilnahmen. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde und gegenseitigem Kennenlernen, in Form von Interviews unter den Schüler, stiegen wir mit grundsätzlichen Informationen zur Gründung einer Schülerzeitung ein.
In der Gruppenphase ließ sich 2/3 der Gruppe zunächst von Paul im Layout einweihen. Mit dem Rest sprach Annette journalistische Stillformen durch und begann Artikel zu schreiben. Da es sich aber bald herausstellt, dass die teilweise sehr jungen Schüler (5.Klasse aufwärts) im Schreiben noch sehr unsicher waren, kamen noch einige ältere Schüler aus der Layout- Gruppe hinzu, die nach einer kurzen Einleitung schon fit genug waren, sofort loszulegen und die Jüngeren zu unterstützen.
Erfreulicherweise schafften es aber alle (auch die 5.Klässler) interessante- wenn auch simple geschrieben Artikel fertigzustellen.
Die Layout- Gruppe machte sich unterdessen Gedanken um ein Titelblatt, eine Gliederung und ein Logo. Schnell kristallisierten sich die technisch versierten Schüler heraus, die en Detail in die Technik der Druckvorstufe eingeweiht wurden, während der Rest sich an Entwürfe einzelner Seiten (Titelseite, Interview-Seite, Unterbringung von Anzeigen) machten.
Im Plenum kam es dann zur schwierigsten Aufgabe: der Namensfindung, die sich aber aufgrund der Fragebögen als sehr einfach herausstellte. „i-Punkt“ wird die Schülerzeitung der Gesamtschule Wuppertal-Vohwinkel in Zukunft heißen.
Ein Logo war dank dem plakativen Namen und künstlerisch ambitionierten Redaktionsmitgliedern recht schnell gefunden, sodass wir zu wichtigeren Punkten übergehen konnten.
Besonders den Oberstufen-Schülern kam es sehr gelegen, dass wir die notwendigen Hierarchien thematisierten und ein wenig auf das Presserecht und die rechtlichen Gegebenheiten zur Zensur von Schülerzeitungen eingingen.
Nach kurzer Evaluierung (einige Schüler drängten auf den pünktlich abfahrenden Bus) konnten wir guten Gewissens eine motivierte Redaktion noch mit den notwendigen Informationsmaterialien (Jugendpressehandbuch, Informationen zum Presseausweis für junge Medienmacher und generelle Informationen über den Dachverband der Jugendmedien; Jugendpresse Deutschland) versorgen und den „Einsatzort“ verlassen.
Noch heute stehen sowohl Annette als auch Paul im engen Kontakt mit der Redaktion, z.B. in Sachen Druckereisuche und Anzeigenakquise.
Die Schüler waren im Großen und Ganzen sehr interessiert und machten gut mit, sodass das Konzept Jugendliche lernen von Jugendlichen sehr gut aufging.






