Mobile Akademie 
Schülerzeitung vor Ort

Mobile Akademie am Gymnasium am Silberkamp

Am 16. November 2006 fuhren Sonja Kazma und Jasper Tibbe nach Peine, um dort am Gymnasium am Silberkamp einen Medienkompetenzworkshop durchzuführen.

Der vorab gewonnene Eindruck versprach, dass mit den Schülern recht anspruchsvolles Arbeiten mit viel selbst erarbeiten möglich sein dürfte. Unsere wesentlichen Ziele für den Tag waren zum einen die Vermittlung von Organisationsstruktur, grundlegender Schreibtipps und ansprechenden Layouts. Zum anderen war uns wichtig zu zeigen, wie man vermeintlich trockene und abstrakte wirtschaftliche Themen für jugendliche Leser/innen attraktiv macht, in dem man sie auf lokale und persönliche Ebenen „herunter bricht“.

Eine Gruppe von Schülern des 12. Jahrgangs hatte sich zusammengefunden, um eine Zeitung mit Artikeln zu wirtschaftlichen Themen zu produzieren. Geplant war eine einzelne Ausgabe, jedoch mit Option auf Fortsetzung.
Nachdem wir freundlich begrüßt wurden und uns vorgestellt hatten, begannen wir schnell mit der Arbeit in den einzelnen Bereichen. Die Organisationsstruktur erarbeiteten die SchülerInnen weitgehend selbst.

Als journalistische Grundlagen vermittelten wir den Schülern anhand von Beispielartikeln die Merkmale unterschiedlicher Stilformen. Wichtig war die Erkenntnis, dass in der Praxis selten streng getrennt wird und Mischformen der Regelfall sind. Weiterhin verdeutlichten wir anhand von Beispielen die journalistischen Grundsätze Verständlichkeit, Prioritäten setzen sowie der Relevanz für die jeweilige Zielgruppe.
Zum Thema Recherche stellten wir zunächst den Aufbau eines Rechercheplans vor und spielten ihn anhand des von einer Schülerin im Vorfeld gewählten Themas „Existenzgründung“ mit der Gruppe exemplarisch durch. Danach widmeten sich die Schüler/innen in Kleingruppen Rechercheplänen zu ihren eigenen Themen. Diese stellten sie dem Plenum vor, wo sie ergänzt wurden.

Wie bei der Recherche berücksichtigten wir auch beim Thema Interview die Wünsche der Schüler/innen. Einer von ihnen, der über „Homerecording oder Studioaufnahme?“ schreiben möchte, führte ein Rechercheinterview mit Jasper, der von seinen Erfahrungen mit einer Studioaufnahme berichtete. Anhand dieses Interviews konnten wir den Schülern viele wichtige Tipps für Rechercheinterviews und auch für das Interview als Stilform vermitteln.

Wie man Wirtschaftsartikel für die Leser besonders attraktiv macht, zeigten wir anhand von Beispielen intelligenter und witziger Überschriften und Einleitungen per Tageslichtprojektor. Die Schüler schafften es, selbstständig sprachliche Stilmittel wie Metaphern oder einen szenischen Einstieg zu erkennen. Wir freuten uns besonders, so die Schüler für lebendiges und attraktives Schreiben begeistern zu können.
Bei einer kurzen Einführung zum Thema Layout vermittelten wir den Schülern viele Inhalte und Techniken zu den Bereichen Lesbarkeit, Ästhetik und Wiedererkennungseffekt.
Um auf das gemeinsam Erarbeitete auch langfristig zugreifen zu können, erhielten die Schüler ein ausführliches Handout.

Die Feedbackrunde am Ende des Tages verlief durchweg positiv. Wir bekamen Lob für das Eingehen auf die individuellen Themen und unsere lockere, nicht lehrerhafte Art, mit den Schüler/innen umzugehen. Die Jugendlichen erklärten, der Workshop habe die offenen Fragen geklärt. Sie seien nun noch motivierter und hätten eine viel konkretere Vorstellung für ihr weiteres Vorgehen. Auch wir bedankten uns bei den Schülern für die engagierte und disziplinierte Mitarbeit.

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