
Mobile Akademie am John -F.-Kennedy Gymnasium in Berlin
An der John F. Kennedy Schule existierte bereits eine Schülerzeitung. Diese wurde aber von den Teilnehmern des Workshops als qualitativ schlecht bewertet, was die Zielstellung für dieses Seminar klar definierte: Eine qualitative Aufwertung der vorhandenen Publikation. Da fast alle anwesenden elf TeilnehmerInnen in der vierten Klasse waren, hatten sie nur bedingt Erfahrung mit der Erstellung einer Schülerzeitung. Ihre Erwartungen an eine Schülerzeitung zeigten, dass ein Schwerpunkt der Schülerzeitung bei Witzen, Comics, Rätseln und Spielen liegen sollte und ein anderer bei Nachrichten, dieihre eigene Schule betreffen.
Die meisten Teilnehmer hatten bereits einmal an der "JFK" (Just For Kids) Schülerzeitung mitgewirkt und waren so mit dem groben Ablauf der Organisation vertraut. Bedingt durch das Alter der Redakteure liegt diese allerdings seit Jahren in den Händen der betreuenden Lehrerin Frau Bakke. Dies betrifft die Organisation nach Außen, sowie das Zusammensuchen der Redakteure. Welche Artikel in die Zeitung kommen und welche nicht entscheidet die Redaktion auf den zwei Redaktionssitzungen, die jede Woche stattfinden.
Zu Beginn des Seminars trug die Gruppe zusammen, was für Artikel Sie in ihrer Schülerzeitung veröffentlichen wollen und was sie an der alten Zeitung verbessern wollen. Danach wurden mögliche Aufgaben einer Redaktion zusammengetragen und so konnten wir gemeinsam ein vollständiges Bild der Redaktionsarbeit zeichnen.
Im zweiten Teil des Vormittages erarbeiten die Teilnehmer unter Anleitung der Teamer die wichtigsten Textarten und deren Merkmale. Wobei die Schüler hierbei sehr geschickt waren und schon eine sehr hohe sprachliche Kompetenz besaßen, was die Teamer verblüffte.
Danach ging es noch mal zurück zur Organisation wobei jetzt der Schwerpunkt darauf lag den Teilnehmern klar zu machen, dass eine Schülerzeitung auch Geld kostet und deshalb auch Geld verdienen sollte. Natürlich gingen wir nicht davon aus, dass nun die Schüler die Finanzierung in die Hand nehmen, doch sollten sie eine ungefähre Vorstellung bekommen. Im Vorlauf zeichnete sich schon ab, dass die geplante Gruppenaufteilung nicht durchgeführt wird, da alle Schüler sehr an den Stilformen interessiert waren. Dadurch beschäftigte sich das Seminar wie geplant mit den Punkten Stilformen und Redaktionsorganisation, aber der Punkt Layout wurde ganz ans Ende gelegt und nur theoretisch behandelt. Abschließen lässt sich noch anmerken, dass es alle Teilnehmer sehr gut deutsch und englisch sprachen und keine Verständigungsprobleme auftraten.
Überraschend war, dass die englischsprachige Lehrerin bei ihren Erklärungen in die englische Spache wechselte, doch stellten die meisten TeilehmerInnen im Gespräch mit den Teamern sofort wieder auf Deutsch um, was auch für die Teamer eine sehr interessante Erfahrung war.
Wir waren ebenfalls erstaunt, dass die jungen Schüler über den gesamten Zeitraum so engagiert dabei waren und sich beteiligten. So lässt sich resümieren, dass man zwar einige inhaltliche Punkte kürzer gestalten müsste und an manchen Stellen mehr Zeit für das Erklären von Grundbegriffen brauchte, aber dafür mit aktivem Interesse belohnt wurde.






