Schülerzeitungskongress
Vernetzung, Austausch und Workshops

Workshops und eine spannende Diskussion beim Schülerzeitungskongress 2016

Am Tag nach der feierlichen Preisverleihung findet der Schülerzeitungskongress in der Friedrich-Ebert-Stiftung statt. Nach der offiziellen Eröffnung des Kongresses wird es eine Diskussion zum Thema „Journalismus in der Flüchtlingsdebatte – zwischen Meinungsbildung und Meinungsmache“ geben – und alle Teilnehmenden sind herzlich eingeladen, ihre Erfahrungen zum Thema einzubringen und mitzudiskutieren.

Anschließend beginnen die Workshops, in denen sich die jungen Redakteurinnen und Redakteure weiterbilden können. Nutzt die Chance, von Profis zu lernen, Fragen zu stellen und euch mit anderen Schülerzeitungsmachern auszutauschen.

In den Pausen gibt es Gelegenheit, sich über die Arbeit der Jugendpresse zu informieren oder in Schülerzeitungen zu schmökern. Damit keine Mägen knurren, bietet die Friedrich-Ebert-Stiftung ein warmes Mittagessen an; am frühen Abend gibt es einen Imbiss, während dessen mit interessanten Gesprächspartnern geplaudert werden kann.

Für Lehrende und Begleitpersonen bieten wir ein gesondertes Programm an. Zusätzlich lädt ganztägig die Lehrerlounge zum Verweilen ein.


Workshops für Schülerinnen und Schüler

  • Richtig recherchieren
  • Pressefotografie (Ergebnisse Passwort: Berlin)
  • Über Mobbing und Gewalt berichten (Ergebnisse)
  • Die Flüchtlinge, die Fremden? Rassismuskritisch berichten in der „Flüchtlingskrise“ (Ergebnisse)
  • Kampagnen stark machen
  • Fragen zu Europa? Besucht das Presseteam der EU-Kommission und entdeckt Europa in Berlins Mitte
  • „Der Studifinder – eine Online-Entscheidungshilfe für das Studium“ Simulation einer Pressekonferenz und einer Redaktionssitzung am praktischen Beispiel
  • Bericht, Feature, Reportage – Journalistische Darstellungsformen
  • Von starken Helden und mutigen Prinzessinnen?
  • Fotografie für Einsteiger

Die ausführlichen Workshopbeschreibungen gibt es in der Tagungsschrift.

 

 


Diskussion

 

„Erzähl mir doch kein Märchen!“
Journalismus in der Flüchtlingsdebatte – zwischen Meinungsbildung und Meinungsmache

Kritik an Medieninstitutionen sowie den Journalistinnen und Journalisten selbst steht momentan hoch im Kurs:  Sie werden der Lüge bezichtigt, ihre Unabhängigkeit von Politik und Wirtschaft wird angezweifelt, ihnen wird Manipulation vorgeworfen. Erhoben werden viele dieser Vorwürfe im Zusammenhang mit den aktuellen Fluchtbewegungen. Dieses gesellschaftlich wie politisch brisante Thema stellt Medienmachende in ihrer Berichterstattung vor grundlegende journalistische Fragen und Herausforderungen, denen sich die Diskussionsrunde – am Beispiel der aktuellen Flüchtlingsdebatte – widmet.


Guter Journalismus ist nach allgemeiner Auffassung unabhängig, objektiv, transparent, faktenbasiert, gut recherchiert und belegt, ausgewogen, verantwortlich, kontrovers und kritikfähig. Aber was heißt das eigentlich?

Wem oder was bin ich als Journalistin oder Journalist verpflichtet – meiner Leserschaft, bestimmter Werte, der Demokratie oder der Wahrheit? Inwieweit darf und soll ich politisch Position beziehen? Wessen Perspektiven mache ich mit meinen Berichten stark – die meiner besorgten Leserschaft im wohlhabenden, friedlichen Deutschland oder jene der Menschen auf der Flucht vor Krieg, Verfolgung und Armut? Wie präsentiere und kritisiere ich gesellschaftliche Gruppen, deren Meinungen ich nicht teile? Gibt es Meinungen, die nicht sachlich dargestellt werden sollten, sondern kritisiert werden müssen? Wo hört Meinungsbildung auf und beginnt Meinungsmache?

Wie verhalte ich mich als Journalistin oder Journalist gegenüber Druck und möglicher Einflussnahme von außen? Und wie können Journalistinnen und Journalisten dem Misstrauen gegenüber den Medien sowie deren Verurteilung als „Lügenpresse“ entgegentreten, aber gleichzeitig – wo notwendig – gute Medienkritik üben?


All diese Fragen sollen in der etwa einstündigen Diskussion thematisiert werden. Die Teilnehmenden sind eingeladen, ihre Erfahrungen und Meinungen einzubringen.

 

Diskussionsteilnehmende:

  • Anja Reschke, NDR, Leiterin der Abteilung Innenpolitik, Moderatorin von Panorama
  • Christian Demuth, Bürger.Courage e.V. und Vorsitzender des Herbert-Wehner-Bildungswerks, Poltikwissenschaftler und Politikberater
  • Rico Grimm, freier Text- und Fotojournalist für Krautreporter, Capital und andere Medien

Moderation:

  • Benjamin Stöwe, Journalist und Moderator (für die Hörfunk-und Fernsehsendungen des rbb und beim ZDF in Berlin)

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