
Interview mit der FDP
geführt mit Helmut Metzner, Abteilungsleiter Strategie und Kampagnen
Wie wichtig sind Ihnen jugendeigene Medien?
Die FDP ist eine Bürgerrechtspartei, die Grundrechte stärkt und lebt. Pressefreiheit ist die Basis für Meinungsfreiheit. Wir begrüßen jede Form von Meinungsäußerung, soweit sie die demokratischen Grundregeln und die deutsche Verfassung achtet. Wir freuen uns, wenn Kinder und Jugendliche ihre Meinungen in entsprechenden Medien z. B. in Schülerzeitungen publizieren. Das sorgt für eine lebendige Mediengesellschaft, die durch alle Generationen geprägt wird.
In wie weit fördern Sie Jugendmedien bereits?
Der demokratische Meinungsaustausch zum Wohle unserer Gesellschaft kann nur dann funktionieren, wenn sich möglichst viele Bürgerinnen und Bürger aller Altersschichten an den politischen Prozessen beteiligen. Aus diesem Grund unterstützt die FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag regelmäßig den Jugendmedienworkshop des Bundestags um so junge Journalistinnen und Journalisten für Politik und ihre Prozesse zu begeistern. Wir begrüßen, dass die staatlich geförderten politischen Bildungseinrichtungen wie die Liberale Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit Seminare für junge Medienschaffende und zur Pressearbeit durchführt.
Was werden Sie in Zukunft zur Erhaltung und Förderung von jugendeigenen Medien machen?
Kinder und Jugendliche sollten bereits früh Medienkompetenz erwerben, um Medienangebote ihrem Alter gemäß kritisch nutzen zu können. Deshalb wird Bundestagswahlprogramm 2009, das wir am 15.-17. Mai 2009 auf unserem 60. Bundesparteitag in Hannover beschließen werden, entsprechende Schwerpunkte aufweisen. Wir unterstützen den Erhalt von jugendeigenen Medien als Bestandteil eines ebenso breiten wie bunten Medienangebotes.
Wie sehen Sie die Zukunft von Schülerzeitungen, Studentradios und Co.?
Liberale wünschen sich Meinungsvielfalt für eine lebendige Bürgergesellschaft. Wir begrüßen jede journalistische Aktivität von jungen Menschen in Deutschland. Denn das zeugt von ihrem Interesse an unserer Gesellschaft, von ihrem Engagement und für den Fortschritt so wichtigen Idealismus. Das ist das, was Deutschland jetzt braucht: kluge Köpfe mit neuen Ideen, kritische Auseinandersetzung mit Politik und vielfältige Meinungen. Wir brauchen also auch zukünftig Schülerzeitungen, Studentenradios und Co.
Wer ist bei Ihnen für jugendeigene Medien zuständig?
Christoph Waitz
Sprecher für Medien und Kulturpolitik der FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag
Christoph.waitz@bundestag.de
Hans-Joachim Otto, MdB
Vorsitzender der Ausschusses für Kultur und Medien des Deutschen Bundestages
hans-joachim.otto@bundestag.de






