
Interview mit der SPD
geführt mit Franziska Drohsel, Juso-Bundesvorsitzende
Wie wichtig sind Ihnen jugendeigene Medien?
Jugendeigene Medien sind sehr wichtig! Denn nur wenn junge Menschen sich für ihre Belange einsetzen, darüber diskutieren und berichten, können sie auch Veränderungen durchsetzen. Auch junge Menschen müssen sich dafür einsetzen, dass ihre Interessen berücksichtigt werden. Jugendeigene Medien bieten hier ein Sprachrohr von jungen Menschen für junge Menschen. Gerade auch vor dem Hintergrund von rechtsextremen Schulhof-CDs und ähnliche menschenverachtender Propaganda auf Schulhöfen, ist es wichtig sich für eine alternativen Jugendkultur einzusetzen.
In wie weit fördern Sie Jugendmedien bereits?
Viele Jusos verlegen vor Ort Schülerzeitungen gegen Rechtsextremismus und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Medienvielfalt unter den Jugendmedien. Daneben unterstützen wir die Arbeit von Jugendmedien indem wir bei Fragen zu politischen und gesellschaftlichen Themen immer gerne zur Verfügung stehen.
Was werden Sie in Zukunft zur Erhaltung und Förderung von jugendeigenen Medien machen?
Wir werden uns auch in Zukunft dafür einsetzen, dass durch eine bessere Organisation von Schule und Universität Freiräume geschaffen werden, so dass für junge Menschen die Zeit bleibt, sich in für solche Projekte einzusetzen. Denn es kann nicht sein, dass die Anforderungen in Schule, Ausbildung und Universität dafür sorgen, dass junge Menschen keine Zeit mehr haben, um mal über den Tellerrand zu schauen. Es sollte immer auch die Möglichkeit bestehen auch anderen Interessen und Aktivitäten nachzugehen.
Wie sehen Sie die Zukunft von Schülerzeitungen, Studentenradios und Co.?
Das hängt natürlich auch immer auch vom Engagement der jungen Menschen ab. Zum Glück sind moderne elektronische Medien immer einfacher und günstiger zu handhaben. Ein großer Personenkreis gerade in der jungen Generation kennt sich damit aus. Das vereinfacht oft die Arbeit für alle. Gleichzeitig sehen wir das Problem, dass in der momentanen Bildungspolitik immer mehr nur auf Leistung geschaut wird und z.B. Studiengänge stark verkürzt werden, deshalb bleibt für freiwilliges Engagement neben Studium und Schule oft kein Platz. Da müssen wir gegenhalten!
Wer ist bei Ihnen für jugendeigene Medien zuständig?
Wir haben keinen offizielle VertreterIn für Jugendmedien. Es gehört aber zum Demokratieverständnis der Jusos, dass sie sich für Medien- und Meinungsvielfalt vor Ort einsetzen. Daneben können alle MedienvertrerterInnen sich jederzeit gerne an Robert Spönemann im Juso-Bundesbüro wenden.
Robert Spönemann - Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Jusos
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T. 030- 25 99 13 63 / H. 0160- 90 41 50 70 /F. 030- 25 99 14 15
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